Weiterbildungsseminare für Musikschullehrer


Seit 2010 bietet Kirsten Klopsch ein- bis zweitägige Weiterbildungen für Musikschullehrer an. Gerne können Sie für Ihr Musikschul-Kollegium Kirsten Klopsch für die im folgenden beschriebenen Weiterbildungen buchen.



Wer braucht hier eigentlich Hilfe?
Musikunterricht für die Generation Zappelphilipp

Immer mehr Kinder wirken für uns Lehrkräfte "verhaltensauffällig". Sie sind unkonzentriert, verträumt, bewegungsunruhig bis schwer zappelig, vergesslich, ablenkend, haben kein Durchhaltevermögen, sind aufmüpfig und wirken provozierend, usw.. Nach einer solchen Unterrichtsstunde fühlt man sich als Lehrer/-in eher als Animateur, als ewig Mahnenden oder (Beschäftigungs-)Therapeuten denn als Musikpädagoge. Oft bleibt man ratlos zurück: kann das Kind überhaupt etwas für sein Verhalten und braucht es nicht ernsthaft therapeutische Hilfe? Auch steht dann immer im Raum, was noch die Verantwortung des Musikpädagogen ist, und wie man ein gutes klärendes Gespräch mit den Eltern über das Verhalten des Kindes führen kann.
In diesem Seminar wird es um die verschiedenen Verhaltensweisen der Kinder gehen, die Sie als Lehrer/-in erleben. Und um einen Perspektivwechsel, der es Ihnen ermöglichen kann, eine gute Lernatmosphäre zu schaffen, die auch im Einvernehmen mit den eigenen pädagogischen Werten und den Vorstellungen der Eltern steht.
Es werden konkrete Hilfen erarbeitet, die es möglich machen, den Unterricht für alle Beteiligten leichter zu gestalten.



Kommunikation und Gesprächskompetenz - Hören und Wahrnehmen

In diesem zweitägigen Seminar wird es um gelingende und gelungene Kommunikation, um deren neurophysiologische Voraussetzungen und die bewusste Anwendung der Erkenntnisse auf den Musikschulalltag im Kontakt mit den SchülerInnen und ihren Eltern gehen.




1. Tag - "Der Empfänger bestimmt die Botschaft!" In Ruhe eine gute Gesprächsatmosphäre für Elterngespräche herzustellen und zu pflegen ist im eng getakteten Lehreralltag nicht immer möglich. Erst recht, wenn es zu Problemen mit SchülerInnen kommt, sind effektive Gesprächstechniken der Systemischen Beratung, die schnell zum Kern des Problems vorstoßen, hilfreich, um wieder ein gutes Miteinander zugunsten der SchülerInnen und zur Entspannung der Situation zu erreichen.


2. Tag - "Hören Sie überhaupt richtig?!" Gute Kommunikation basiert auf gutem Hören, aber: "gut gehört" bedeutet nicht immer "richtig verstanden". Die komplexen Zusammenhänge zwischen Hören, Wahrnehmen, Verarbeiten und daraus resultierend die Fähigkeiten zu einer gelingenden Kommunikation und differenziertem Selbstausdruck werden vorgestellt und erfahrbar gemacht.



Meine SchülerInnen und ich - ein gutes Team

Aus der aktuellen neurobiologischen Forschung wissen wir alle: Lernen funktioniert dann am besten, wenn zwischen Lehrkraft und SchülerIn eine gute Beziehung besteht und wenn sich beide gemeinsam für etwas, z.B. die Musik, begeistern können! Aber auch eine Lehrer-Schüler-Beziehung ist nicht immer konfliktfrei. So bestehen unterschiedliche Erwartungen an das Üben, an die Pünktlichkeit und die Einhaltung von Verabredungen, an das Verhalten im Unterricht, an die richtige Vorbereitung für ein Vorspiel etc. In diesem Seminar wird es darum gehen, dass man zugunsten der Freude an der Musik (für Lehrkraft und SchülerIn gleichermaßen!) trotz kleinerer und größerer Konflikte in guter Beziehung bleiben kann, gemeinsame Ziele für den Unterricht findet, die Mitmachlust der Kinder erhöht und dennoch als Lehrkraft sicher weiß: da sind nun meine Grenzen erreicht, und so kann und möchte ich mit diesen umgehen. Wie gewohnt sind die Seminare von Kirsten Klopsch geprägt durch viel Selbsterfahrung und spielerisches Ausprobieren. So erlernen und vertiefen die TeilnehmerInnen die systemischen Sichtweisen und Fragetechniken diesmal auf der Ebene der Lehrer-Schüler-Beziehung.